der Verein

„Die Altstadt ist vom Aussterben bedroht!“ Mit diesem Satz sind die Überlegungen einiger Augustusburger zu begründen, etwas dagegen zu tun. Und diesen Satz kann man wohl als Motor betrachten, der den Kulturförderverein Augustusburg e.V. antreibt. Gewerbetreibende der Stadt und einige engagierte Bewohner der Altstadt beschliessen, aktiv Vorschläge und Ideen zu sammeln und mit Hilfe von Unterstützern umzusetzen.

Der Kulturförderverein Augustusburg wird am 31. März 2010 im Cafe Friedrich mit neun Mitgliedern gegründet. Die erste Vorsitzende ist Michaela Klusmann, Inhaberin des Ladencafes Schellenberg. Als vorrangige Ziele des Vereins gelten eine attraktivere Gestaltung der Altstadt, um Besuchern und Anwohnern einen angenehmeren Anblick zu bieten, dazu regelmäßige Veranstaltungen wie etwa Märkte zu etablieren, um Besucher in die Stadt zu bringen. Und es soll eine brauchbare Zusammenarbeit zwischen Schloss und Stadt erreicht werden. Zu den ersten Aktivitäten des Vereins gehört im September 2010 eine Theateraufführung auf der Waldbühne Augustusburg. In Verbindung mit Uwe Schwarz und Rolf Büttner vom Kulturstammtisch wird die „Marktbelebung“ ins Leben gerufen, eine Kunstaktion, mit der leerstehende Geschäfte in Ausstellungsräume verwandelt werden.


2010 bis 2013 Michaela Klusmann
2013 bis 2016 Vicki Müller-Bärmig
seit 2016 Andrea Buschbeck

Im Jahr 2011 wurde der Versuch gewagt, einen Mittelaltermarkt in der Altstadt zu veranstalten. Von Organisatoren und Betreibern zuerst als Versuch angesehen, fand das zweitägige Spektakel doch viel Beifall und sollte im Jahr darauf eine Fortsetzung finden. Pfingsten des gleichen Jahres beteiligten sich die Künstler der Stadt an den „offenen Ateliers in Sachsen“. Ein kurzerhand hergerichteter Raum im „Lehngericht“ wurde als „Marktgalerie“ genutzt und bildete mit „Hennings Welt“ und dem Atelier von Jan Bärmig ein Dreieck, das in den nächsten Jahren oft Mittelpunkt der vom Verein organisierten Veranstaltungen sein sollte. Die Idee, den kunstinteressierten Besuchern die Arbeit mehrerer verschiedener Künstler an einem Ort zeigen zu können, legte den Grundstein für das alljährlich stattfindende Kunstfest.

Höhepunkte in der Vereinsgeschichte waren sicherlich die Besuche kubanischer Künstler 2013 und 2015. Durch Ausstellungen im Atelier verbunden mit Essen und Musik wurde kubanische Lebensart auf dem Augustusburger Markt improvisiert. Der Verein beteiligte sich seit seiner Gründung regelmäßig auch an den traditionellen Augustusburger Veranstaltungen wie dem Vereinsfest und dem Männelmarkt.

Manche Idee musste verworfen werden, wie der Mittelaltermarkt, andere Überlegungen fanden großen Anklang. Bestes Beispiel ist der „lebendige Advendskalender“. Mittlerweile hat sich eine feste Anzahl jährlich wiederkehrender Veranstaltungen herausgebildet, aus denen hoffentlich im Laufe der Zeit die eine oder andere Tradition in der jüngeren Stadtgeschichte wird.